Konferenz Alter und Pflege

 

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Allgemeines

 

Im Oktober 2014 hat der Landtag den Gesetzentwurf der Landesregierung für das neue GEPA NRW verabschiedet. GEPA steht dabei für das Gesetz zur Entwicklung und Stärkung einer demographiefesten, teilhabeorientierten Infrastruktur und zur Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität von Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere Menschen, pflegebedürftige Menschen, Menschen und ihre Angehörigen.

Das „GEPA NRW" ist ein übergreifendes Reformgesetz für das gesamte Landesrecht zum Thema Pflege und Alter: Es bündelt die Überarbeitung des Wohn- und Teilhabgesetzes (aus dem Jahr 2008) und die Weiterentwicklung des bisherigen Landespflegegesetzes (2003) in ein Alten- und Pflegegesetz. Nach der Verabschiedung des Änderungsgesetzes GEPA NRW bestehen die beiden geänderten Gesetze Wohn- und Teilhabegesetz (WTG) und Alten- und Pflegegesetz (APG) eigenständig nebeneinander in den veränderten Fassungen.

Wichtigste Leitschnur und Startpunkt des neuen Gesetzes ist es, alle Maßnahmen und Veränderungsschritte von den Menschen aus zu denken. Das bedeutet, ihr Wünsche und Bedarfe in den Mittelpunkt zu stellen und zum Ausgangspunkt allen Denkens und Handelns zu machen. Das sind die Pflegebedürftigen selbst, aber auch ihre Angehörigen und die Pflegekräfte.


 

Aufgaben und Organisation der Konferenz Alter und Pflege

 

Nach § 8 des Alten- und Pflegegesetzes Nordrhein-Westfalen (APG NRW) richten die Kreise und kreisfreien Städte zur Umsetzung der im APG NRW beschriebenen Aufgaben örtliche Konferenzen ein und übernehmen deren Geschäftsführung.

Zentrale Aufgabe der Konferenz Alter und Pflege ist die Mitwirkung bei der Sicherung und Weiterentwicklung der örtlichen Angebotsstruktur. Hierzu gehören insbesondere:

  1. die Mitwirkung an der kommunalen Pflegeplanung,
  2. die Mitwirkung an der Schaffung von altengerechten Quartiersstrukturen insbesondere unter Einbeziehung neuer Wohn- und Pflegeformen,
  3. die Beratung kreisübergreifender Gestaltungsnotwendigkeiten im Zusammenwirken mit den angrenzenden Kommunen,
  4. die Mitwirkung beim Aufbau integrierter Unterstützungs-, Entlastungs- und Vernetzungsstrukturen für pflegende Angehörige,
  5. die Beteiligung involvierter Akteure an Fragen der zukünftigen Sicherung der Pflege in den Kommunen,
  6. die Unterstützung der örtlichen Aufgabenkoordination, insbesondere im Bereich der Beratung und des Fallmanagements und
  7. die Beratung von Investitionsvorhaben bei teil- und vollstationären Pflegeeinrichtungen.

Ein wesentliches Element zur Umsetzung dieser Aufgaben und Ziele ist der regelmäßige Informationsaustausch unter den Mitgliedern der Konferenz und aller anderen an der pflegerischen Versorgung im Kreis Gütersloh beteiligten Institutionen.

Welcher Institutionen an der Konferenz beteiligt sind und durch wen diese vertreten werden, können Sie der Mitgliederliste entnehmen.

Die Arbeitsweise der Pflegekonferenz ist in der Geschäftsordnung festgelegt.


 

Informationen zu den einzelnen Sitzungen der Konferenz Alter und Pflege

 

  •  Sitzung am 23.11.2016

Tagesordnung
Niederschrift mit Anlagen
   

  •  Sitzung am 24.05.2017

Tagesordnung
Niederschrift mit Anlagen

  • Sitzung am 29.11.2017

Tagesordnung

Vorlage zu TOP 2



Sofern Sie über neue Infos zur Konferenz Alter und Pflege, die hier veröffentlich werden, informiert werden möchten, senden Sie bitte eine entsprechende Email an die Email-Adresse pflegekonferenz@gt-net.de.
Mitglieder der Konferenz werden automatisch informiert.
 
 


 

Informationen zu den Arbeitskreisen der Konferenz Alter und Pflege

 

Derzeit gibt es zwei Arbeitskreise, die spezielle Fragenstellungen bearbeiten: 

 

1. Arbeitskreis "Fachkräfte und Ausbildungssituation im Pflegebereich"

Der Arbeitskreis wurde gegründet, um das Thema "Fachkräfte und Ausbildungssituation im Pflegebereich" eingehend zu erörtern.

 

Fachveranstaltung "Geht der Pflege die Puste aus?"

Aufgrund des zu erwartenden Anstiegs der Zahl der Pflegebedürftigen wird auch der Bedarf an Pflegekräften in den kommenden Jahrzehnten weiter stark ansteigen. Hierfür gilt es Vorsorge zu treffen. Zum einen geht es nach wie vor darum, qualifizierte junge Männer und Frauen für Pflegeberufe zu gewinnen. Auf der anderen Seite wird es immer wichtiger, die gut ausgebildeten und erfahrenen Fachkräfte zu halten. Überforderung, Unzufriedenheit und Stress bei den Pflegekräften, ein hoher Krankenstand und eine geringe Verweildauer im Beruf sind verantwortlich für die hohe Quote an Berufsaussteigern. Mehr als 85% der Beschäftigten in der Altenpflege sind weiblich. Besonders viele sind in Teilzeit tätig. Dass der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein hoher Stellenwert beizumessen ist, ist bei vielen Pflegeinrichtungen und -diensten bereits angekommen. Daher setzte der Arbeitskreis „Fachkräfte und Ausbildungssituation im Pflegebereich“ in einer ersten Veranstaltung hier einen Schwerpunkt.

Unter der ganz bewusst provokant gewählten Fragestellung „Geht der Pflege die Puste aus?“ fand am 12. März 2014 eine erste Fachveranstaltung. Diskutiert wurde ob und ggf. wie die Personalsituation in den Pflegeeinrichtungen und -diensten durch passgenaue Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden kann. Die Veranstaltung richtete sich an Arbeitgeber in den Pflegeeinrichtungen und -diensten im Kreis Gütersloh. Der Einladung sind 79 Teilnehmer gefolgt.

Den genauen Programmablauf entnehmen Sie dem Einladungs-Flyer.

Die Präsentationen der einzelnen Referenten können Sie hier einsehen: 

Workshop Berufsfindung: Fachkräfte für Gesundheit, Pflege und Soziales

Informieren, aufklären, werben und mit Vorurteilen und Klischees aufräumen: Der Workshop „Sozial–Kompetent im Kreis Gütersloh“ dreht sich um Berufe in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Soziales. Drei Abteilungen des Kreises Gütersloh haben das Programm aufgestellt und den Tag mit vielen externen Institutionen, Referenten und Helfern organisiert, um auf die Chancen hinzuweisen, die diese Berufe bieten.

Der Workshop, der sich ausdrücklich an Multiplikatoren in der Berufs- und Studienorientierung richtet, fand am 24. November von 15 bis 17 Uhr im großen Sitzungssaal des Kreishauses Gütersloh an der Herzebrocker Straße 140 in Gütersloh statt.

In sozialpädagogischen Berufen, in der Altenpflege, in Krankenhäusern und Kitas steigt der Bedarf an geeignetem Personal. Schon heute werden vielerorts Fachkräfte händeringend gesucht. Die Ausgangslage für das Erlernen eines sozialen Berufes ist derzeit also so günstig wie schon lange nicht mehr, wirbt der Kreis Gütersloh in seinem Einladungs-Fyler zur Veranstaltung.  Doch viele Eltern raten ihren Kindern ausdrücklich von sozialen Berufen ab. Sie empfinden die Bezahlung als zu gering und Karrierechancen als zu schlecht. Der Workshop geht den zentralen Fragen nach, die sich angesichts dieser Problematik stellen: Welche Vorteile gibt es? Welche interessanten Berufe in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Soziales existieren? Wie sind die Aufstiegsmöglichkeiten?

Der Workshop richtete sich an Lehrerinnen und Lehrer, Berufseinstiegsbegleiterinnen und -begleiter, Beraterinnen und Berater in der Berufs- und Studienorientierung, Vertreterinnen und Vertreter des Jobcenters und der Agentur für Arbeit sowie weitere Interessierte. Rund 80 Teilnehmer kamen.

Das Programm

Die Präsentationen der einzelnen Referenten können Sie hier einsehen:

 
2. Arbeitskreis "Pflegende Angehörige"

Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit für und über "pflegende Angehörige" soll deren Stellung und Wertschätzung im "Pflegemarkt" gestärkt werden. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung gewinnt die Unterstützung und der Erhalt des Potentials "Pflegende Angehörige" in zunehmendem Maße an Bedeutung. Noch leisten im Kreis Gütersloh Familien den Großteil der Pflege; etwa 75 % aller Pflegebedürftigen werden in Privathaushalten von Ihren Angehörigen betreut und gepflegt.

Die Pflegekonferenz hat daher einen weiteren Arbeitskreis mit folgender Aufgabenstellung eingerichtet:

Der Leitfaden für pflegende Angehörige "Pflege - ein Thema nicht (nur) für Profis" wurde vom Arbeitskreis innerhalb kürzester Zeit fertig gestellt und steht hier als PDF-Dokument zum Download bereit...

Darüber hinaus hat der Arbeitskreis in Zusammenarbeit mit der Journalistin Christiane Schäfer eine Artikelserie erstellt. Die Themen wurden von der Presse sehr gut angenommen und umfassend in der lokalen Tagespresse  und z. T. auch in den Ortsblättern dargestellt. Die Artikel stehen hier als PDF-Dokument zum Download bereit...

  • Entwicklung eines Leitfadens/Wegweisers für pflegende Angehörige sowie
  • gezielte Öffentlichkeitsarbeit für und über pflegende Angehörige

 

Zuständige Ansprechpartner

 

Barbara Winter, Monika Brummel

Telefonnummern: 05241/ 85-2381, -2321
Faxnummer: 05241/ 85-2343 
E-Mail: pflegekonferenz@gt-net.de

Postanschrift: 
Kreis Gütersloh 
Abteilung Soziales 
- Sachgebiet Pflege - 
33324 Gütersloh